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Der Wiener Arbeitskreis für Psychoanalyse ist Ausbildungsinstitut für Psychoanalyse seit 1947.
Er unterhält ein kontinuierliches wissenschaftliches Programm und ein Curriculum zur Ausbildung von Psychoanalytikern, Weiter- und Fortbildungsprogramme für Kandidaten und Mitglieder, eine Beratungsstelle für Rat- und Hilfesuchende und einen öffentlich zugänglichen Jour fixe zu psychoanalytischen Themen.
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JourFIXE am Donnerstag, 31. Mai 2012, 20 Uhr c. t.
Das Schweigen der Polyglotten
Lisbeth Pelzl
Mein Vortrag geht der Frage nach der Entstehung der ersten Sprache, der Muttersprache im spezifischen frühen Besetzungsvorgang nach. Er versucht einerseits die Beziehung der Sprache zum inneren Objekt der Mutter zu klären, ihre Funktion als Container für frühes affektives Erleben darzustellen und andererseits die Bedeutung des Verlusts der Muttersprache, oft durch Migration oder Exil bedingt, zu beleuchten. Er beschäftigt sich aber auch mit der Frage nach den Folgen für die nächste Generation, mit Kindern, deren Mütter nicht in ihrer eigenen Muttersprache mit ihnen sprechen.
Anhand früher psychoanalytischer Konzepte von Freud, Ferenczi und Stengel und späteren von Anzieu, Greenson, Green u. a., aber auch Beispielen aus meiner Praxis und der Literatur möchte ich mich diesem Thema nähern und es psychoanalytisch-theoretisch erörtern.
Dr. Lisbeth Pelzl ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie, Ärztin für Psychotherapie (KIP) und seit 2011 außerordentliches Mitglied der WPV. Sie ist seit 12 Jahren in freier Praxis tätig, und hat zuvor viele Jahre an der psychiatrischen Abteilung des SMZ Ost, vor allem im psychiatrischpsychosomatischen Konsiliar-Liaisondienst, gearbeitet. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist Psychoanalyse und Sprache.
Moderation: Veronika Waitz
Salzgries 16/3a, 1010 - Wien
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